Auf den Spuren des berühmten Malers Miró

Joan Miró, gebürtig aus Barcelona, war einer der bedeutendsten Künstler des Surrealismus, einer Kunstrichtung, welcher auch die Werke des spanischen Malers Salvador Dalí zuzuschreiben sind. Mirós Werke mögen auf den ersten Blick recht simple zu wirken, bunte Farben, unklare Formen, rätselhafte Zeichnungen – dennoch machten ihn seine Werke weltberühmt, wobei sich diese nicht allein auf die Malerei beschränken, sondern auch Buchillustrationen, Skulpturen, Wandteppiche und Keramikvasen und Keramikwände umfassen. Letztere können beispielsweise in Palma de Mallorca betrachtet werden, oder aber auch an einer Wan des Kongresszentrums in Madrid, sowie auch an der Fassade des Wilhelm-Hack-Museums in Ludwigshafen am Rhein.

Miró hat sich zu seinen Lebzeiten schon lange mit der Baleareninsel Mallorca verbunden gefühlt, nicht zuletzt weil sowohl seine Frau Pilar Juncosa, als auch seine Mutter von dort stammten. Fast 30 Jahre hatte Miró bis zu seinem Tod (1983) in Palma gelebt. Seine Werke aber leben weiter. Die Fundació Pilar i Joan Miró a Mallorca, gibt Einblicke in das Leben und das Atelier des Künstlers und befindet sich natürlich in der Inselhauptstadt Palma. Selbst an den Wänden finden sich noch Detailzeichnungen zu einigen seiner Bildhauerwerke.

In der Einrichtung werden neben zahlreichen Werken Mirós; sowohl Malereien, als auch Skulpturen und weitere, auch Exponate anderer Künstler. Miró war schließlich nicht nur leidenschaftlicher Maler, sondern auch Sammler von Kunstwerken. Auch ein Skulpturenpark ist dem Gebäude angegliedert. Im Inneren befindet sich zudem eine Bibliothek mit beispielsweise Büchern von Miró. Auch Fachzeitschriften über Moderne Kunst und vieles mehr findet sich hier. Aber man kann hier nicht bloß die Ausstellung bewundern. Man kann auch selbst aktiv werden und an verschiedenen Künstler-Workshops in den Räumlichkeiten teilnehmen. Für die Fundació Miró werden zudem unterschiedliche Führungen angeboten, welche aufschlussreiche Infos zum Künstler, sein Leben und seine Werke liefern. Der Tageseintrittspreis liegt bei 7,50 Euro. An manchen Tagen ist der Eintritt sogar frei.